| Heilung ist das Umarmen dessen, was wir am meisten fürchten. Heilung ist das Öffnen dessen, was verschlossen war - das Loslassen dessen, was zur Blockade verhärtet war. (Jeanne Achterberg) Am Freitag, 30. August 2013, findet von 19.00 Uhr bis ca. 22.00 Uhr wieder ein LichtAtemAbend statt:
Bitte mitbringen: Isomatte, warme Socken, Decke, bequeme Kleidung ist empfehlenswert. | ||||||||||||||||||||||||||||
Wertschätzungsbeitrag: 25,00 € Ort: Satya, Hauptstraße 51, 66557 Illingen/Saarland Anmeldung formlos per e-mail unter gedankenenergie@t-online.de und selbstverständlich ganz unkompliziert auch telefonisch unter 06806-800466 Herzlichst Irmgard Bronder MentalPraxis KraftQuelle Selbst www.die-gedankenenergie.de | ||||||||||||||||||||||||||||
Sonntag, 28. Juli 2013
LichtAtemAbend
Samstag, 27. Juli 2013
Freitag, 26. Juli 2013
Der Maler und das Mädchen - Filmtipp
Louise L. Hay ist vielen als Buchautorin bekannt. In Ihren Büchern geht es darum, wie unsere Gedanken unsere Realität erschaffen und auch darum, dass in jedem von uns eine grenzenloses Potential inne wohnt, das entdeckt werden möchte. Nun gibt es auch Filme von ihr - den ersten "Der Maler und das Mädchen" ist aufgrund ihres Buches "Gesundheit für Körper und Seele" entstanden. In diesem Film geht es um die ungewöhnlich Freundschaft zweier einzigartiger Menschen: Einem einst erfolgreichen Maler und Künstler, welcher inzwischen erblindet ist und einem Mädchen names Lupeé. Die kleine Lupeé ermuntert ihn mit Lebensweisheiten ....
Ein wirklich berührend sehenswerter Film für die ganze Familie. Bei Insiretv ist er noch kurze Zeit als Film der Woche anzusehen und bei Weltbild, Amazon etc. gibt es ihn natürlich auch zu kaufen.
Herzlichst
Irmgard Bronder
MentalPraxis KraftQuelle Selbst
www.die-gedankenenergie.de
Mittwoch, 24. Juli 2013
Eine indianische Weisheit
Ein alter Indianer erzählt einigen seiner Stammeskindern die Geschichte seiner zwei Wölfe: "In mir tobt ein Kampf - es ist furchtbar. Es ist ein Kampf zwischen zwei Wölfen. Ein Wolf repräsentiert Angst, Wut, Neid, Reue, Bedauern, Gier, Arroganz, Selbstmitleid, Schuld, Unmut, Minderwertigkeit, Stolz, Überlegenheit ...
Der andere Wolf steht für Freude, Frieden, Liebe, Hoffnung, Gleichmut, Ergebenheit, Freundlichkeit, Wohlwollen, Freundschaft, Mitgefühl, Freizügigkeit, Wahrheit, Barmherzigkeit und Vertrauen.
Derselbe Kampf tobt auch in Dir und in jedem anderen Menschen."
Die Stammeskinder dachten einen Moment darüber nach und eines fragte: "Welcher Wolf wird gewinnen?" Der alte Indianer antwortete: "Der, den ich füttere."
Welchen Wolf fütterst Du zur Zeit? Du hast jederzeit die Wahl ... Du kannst der Alpha-Wolf sein - wenn Du Dich denn dafür entscheidest und diese Rolle annimmst ...
Herzlichst
Irmgard Bronder
MentalPraxis KraftQuelle Selbst
www.die-gedankenenergie.de
Der andere Wolf steht für Freude, Frieden, Liebe, Hoffnung, Gleichmut, Ergebenheit, Freundlichkeit, Wohlwollen, Freundschaft, Mitgefühl, Freizügigkeit, Wahrheit, Barmherzigkeit und Vertrauen.
Derselbe Kampf tobt auch in Dir und in jedem anderen Menschen."
Die Stammeskinder dachten einen Moment darüber nach und eines fragte: "Welcher Wolf wird gewinnen?" Der alte Indianer antwortete: "Der, den ich füttere."
Welchen Wolf fütterst Du zur Zeit? Du hast jederzeit die Wahl ... Du kannst der Alpha-Wolf sein - wenn Du Dich denn dafür entscheidest und diese Rolle annimmst ...
Herzlichst
Irmgard Bronder
MentalPraxis KraftQuelle Selbst
www.die-gedankenenergie.de
Labels:
Erschaffung der Realität,
Glück,
Inspirationen
Donnerstag, 18. Juli 2013
Ärgerst Du Dich noch oder lachst Du schon?
Wir können uns ständig über vieles Ärgern.
Wir können uns ständig über viele Dinge in dieser jetzigen Weltordnung aufregen.
Wir können uns ärgern über Dinge, die wir gesagt, getan oder gedacht haben oder auch über Dinge, die wir nicht gesagt oder getan haben.
Und wir sind sogar in der Lage, uns über die Ansichten anderer Menschen zu ärgern.
Selbst wenn wir nur von einem Ereignis hören und wirklich nichts direkt damit zu tun haben, kann unser Gehirn schon den Befehl abgeben "Ärgern ist jetzt angesagt!".
Ist das nicht absurd? Hast Du Dich auch schon mal gefragt, warum Du Dich ärgerst? Warum Du Energie aufwendest zum Ärgern? Welchen Sinn Ärger hat?
Wenn wir beginnen, die Welt zu verstehen, Menschen zu verstehen, Systeme zu verstehen und vor allem: uns selbst zu verstehen, dann kann man nur eines feststellen: Ärger und Aufregung, Wut, Zorn und Stress sind vergeudete Energien.
Fazit: Wenn Dein Gehirn das nächste Mal den Befehl "Ärger" gibt, dann bleib einfach mal in der Beobachterrolle, nimm einfach nur wahr und atme. Ich weiß, ein Teil in Dir denkt jetzt vielleicht: "So ein Unsinn ...". Probiers trotzdem mal mit dem Atmen und schau was geschieht ....
Irmgard Bronder
MentalPraxis KraftQuelle Selbst
www.die-gedankenenergie.de
Mittwoch, 17. Juli 2013
Gedanken zum Selbstbewusstsein ...
Nicht das, was Du möchtest, geschieht.
Nicht das, was Du willst, geschieht.
Es geschieht das, was Du glaubst.
Wenn Du etwas befürchtest, dann glaubst Du es bereits.
Befürchtung ist demzufolge ein nicht förderlicher Glaube.
Und Glaube ist das Ergebnis von SelbstVertrauen = seinem Selbst zu trauen.
SelbstVertrauen ist das Ergebnis von SelbstBewusstSein = sich seinem Selbst bewusst zu sein.
SelbstBewusstSein ist das Ergebnis von Meditation über das Wesen des Selbst. Und auf diesem Weg in der Meditation und auch außerhalb der Meditation wird Dir dann Dein reines, bewusstes Sein begegnen...
Herzlichst
Irmgard Bronder
MentalPraxis KraftQuelle Selbst
www.die-gedankenenergie.de
Nicht das, was Du willst, geschieht.
Es geschieht das, was Du glaubst.
Wenn Du etwas befürchtest, dann glaubst Du es bereits.
Befürchtung ist demzufolge ein nicht förderlicher Glaube.
Und Glaube ist das Ergebnis von SelbstVertrauen = seinem Selbst zu trauen.
SelbstVertrauen ist das Ergebnis von SelbstBewusstSein = sich seinem Selbst bewusst zu sein.
SelbstBewusstSein ist das Ergebnis von Meditation über das Wesen des Selbst. Und auf diesem Weg in der Meditation und auch außerhalb der Meditation wird Dir dann Dein reines, bewusstes Sein begegnen...
Herzlichst
Irmgard Bronder
MentalPraxis KraftQuelle Selbst
www.die-gedankenenergie.de
Labels:
Gedanken,
Glaubenssätze,
Glück,
Inspirationen,
Sinn des Lebens
Dienstag, 16. Juli 2013
Karnismus beschreibt die Ideologie des Fleischessens
Dieses Video beschreibt das Phänomen
Die
amerikanische Psychologin Dr. Melanie Joy gab der Ideologie des
Fleischkonsums erstmals einen Namen: Karnismus. Nehmen wir mal an, Sie
essen Fleisch. Stellen Sie sich vor, Sie sind bei Freunden eingeladen,
die Stimmung ist heiter und das Essen schmeckt so gut, dass Sie den
Gastgeber nach dem Rezept fragen. Geschmeichelt sagt er Ihnen, dass das
Geheimnis im Fleisch liegt: Es ist das Fleisch eines Golden Retrievers.
Wie würden Sie reagieren? Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass Sie Ekel
empfinden würden und das, was Sie eben noch als Essen betrachtet haben,
nun nicht mehr für Sie als Mahlzeit infrage kommt. Und das, obwohl das
Fleisch noch immer dasselbe ist und es Ihnen eigentlich auch geschmeckt
hat. Nur Ihre Wahrnehmung ist jetzt eine andere.
Wenn es um das Thema Tiere essen geht, ist unsere Wahrnehmung größtenteils, wenn nicht komplett, von unserer Kultur bestimmt. Tatsächlich gibt es in unserer Kultur (wie in allen anderen Fleisch essenden Kulturen auch) nur eine kleine Anzahl an nichtmenschlichen Tieren, bei denen wir als Kind gelernt haben, sie als essbar zu klassifizieren. Bei der weitaus größten Anzahl an nichtmenschlichen Tieren haben wir gelernt, sie als nicht essbar und deswegen als ungenießbar oder ekelhaft einzustufen. Ekel beim Gedanken ans Fleischessen ist also nicht die Ausnahme, es ist vielmehr die Regel. Die Ausnahme ist die Abwesenheit von Ekel. Die Frage ist also: Wieso empfinden wir das Essen von einigen wenigen Spezies nicht als ekelhaft?
Der Grund liegt in einer fehlenden Verbindung in unserem Bewusstsein zwischen dem Fleisch auf dem Teller und dem Tier, das es einst war. Natürlich wissen wir, dass ein Tier sterben muss, damit wir Fleisch essen können, aber auf einer tieferen Ebene fehlt eine klare Verbindung. Und diese fehlende Verbindung blockiert nicht nur unsere Wahrnehmung der Realität von Fleisch, sondern auch unsere Gefühle und Gedanken. Doch wie entsteht diese Lücke?
»Fleischessen ist normal«
Was wir als normal bezeichnen, ist im Grunde nichts anderes als die Überzeugungen und Verhaltensweisen der dominierenden Kultur in einer Gesellschaft. Die karnistischen Normen sind so tief in unserer Gesellschaft verwurzelt, dass wir kaum etwas anderes als »normal« empfinden können. Stellen Sie sich wieder die Szene vor, bei der Sie bei Freunden eingeladen sind und der Gastgeber Ihnen gerade erzählte, dass Sie Golden Retriever essen und Sie das aber nicht möchten. Er sagt Ihnen: »Du musst dich nicht schlecht fühlen, der Hund hatte ein schönes Leben. Er konnte frei herumlaufen und spielen und konnte Freundschaften zu anderen Hunden aufbauen, bevor er mit sechs Monaten getötet wurde.« Würde Ihnen dies das Essen des Golden Retrievers erleichtern? Karnismus ist so tief verwurzelt, dass es uns nicht gewahr wird, dass »tiergerecht produziertes Fleisch« eigentlich ein kompletter Widerspruch ist, ein Mythos, um uns an gewaltvollen Praktiken teilhaben zu lassen, die wir eigentlich niemals unterstützen würden.
»Fleischessen ist natürlich«
Um das Fleischessen als natürlich darzustellen, bedienen wir uns mehrerer willkürlich zusammengesuchter Argumente: Unsere Vorfahren haben Fleisch gegessen, andere Tiere essen auch Fleisch und so weiter. Argumente, die für die Unnatürlichkeit unseres Fleischessens sprechen, werden ausgeblendet: Unsere im Tierreich nächsten Verwandten essen praktisch kein Fleisch, nur rohes inkl. der Gedärme kann als natürlich bezeichnet werden (etc.). Dabei wird außerdem ausgeblendet, dass wir die meisten anderen »natürlichen« Lebensweisen erfolgreich und gerne hinter uns gelassen haben: Wir leben nicht mehr in Höhlen, fahren mit Autos und haben in Supermärkten die Möglichkeit, alle essentiellen Nährstoffe über rein pflanzliche Lebensmittel zu uns zu nehmen, was bei der richtigen Auswahl zu gesundheitlichen Vorteilen führt. Auch anderen »natürlichen« Phänomenen wie Mord und Vergewaltigung versuchen wir Einhalt zu gebieten und lassen das Argument, dass unsere Vorfahren auch gemordet haben, nicht gelten.
»Fleischessen ist notwendig«
Auch hier bezeichnen wir wiederum nur das als notwendig, was nötig ist, um die dominierende Kultur, den karnistischen Status quo am Leben zu erhalten. Ist das milliardenfache Töten empfindsamer Individuen (»Nutztiere«) wirklich notwendig? Der damit verbundene Mythos ist natürlich der Protein-Mythos, doch wussten Sie, dass der stärkste Mann Deutschlands, Patrik Baboumian, Veganer ist? So notwendig scheint das Essen von tierlichen Produkten also nicht zu sein.
Karnismus lehrt uns also nicht nur gewaltvollen Handlungen nachzugehen, ohne dass wir es merken, sondern uns selbst auch noch darin zu bestätigen. »Schließlich sind es ja nur Tiere.« Es ist die karnistische Mentalität, die uns dazu veranlasst, komplette Kontrolle über Leben und Tod von Individuen mit weniger Macht auszuüben, nur weil wir es können. Tiere zu essen ist nicht einfach nur eine Sache persönlicher Ethik, es ist das unausweichliche Resultat einer tief verwurzelten, unterdrückenden Ideologie.
Quelle: http://albert-schweitzer-stiftung.de/aktuell/karnismus-die-psychologie-des-fleischkonsums?gclid=CLzmtYLZs7gCFWXKtAodXlcA8Q
Herzlichst
Irmgard Bronder
MentalPraxis KraftQuelle Selbst
www.die-gedankenenergie.de
Wenn es um das Thema Tiere essen geht, ist unsere Wahrnehmung größtenteils, wenn nicht komplett, von unserer Kultur bestimmt. Tatsächlich gibt es in unserer Kultur (wie in allen anderen Fleisch essenden Kulturen auch) nur eine kleine Anzahl an nichtmenschlichen Tieren, bei denen wir als Kind gelernt haben, sie als essbar zu klassifizieren. Bei der weitaus größten Anzahl an nichtmenschlichen Tieren haben wir gelernt, sie als nicht essbar und deswegen als ungenießbar oder ekelhaft einzustufen. Ekel beim Gedanken ans Fleischessen ist also nicht die Ausnahme, es ist vielmehr die Regel. Die Ausnahme ist die Abwesenheit von Ekel. Die Frage ist also: Wieso empfinden wir das Essen von einigen wenigen Spezies nicht als ekelhaft?
Der Grund liegt in einer fehlenden Verbindung in unserem Bewusstsein zwischen dem Fleisch auf dem Teller und dem Tier, das es einst war. Natürlich wissen wir, dass ein Tier sterben muss, damit wir Fleisch essen können, aber auf einer tieferen Ebene fehlt eine klare Verbindung. Und diese fehlende Verbindung blockiert nicht nur unsere Wahrnehmung der Realität von Fleisch, sondern auch unsere Gefühle und Gedanken. Doch wie entsteht diese Lücke?
Die Entstehung von Karnismus
Karnismus ist ein unsichtbares System aus Überzeugungen, das uns von Kind auf dazu konditioniert, (bestimmte) Tiere zu essen. Karnismus ist dabei einerseits eine dominante Ideologie, die – unsichtbar und tief in unserer Gesellschaft verwurzelt – unsere Überzeugungen, Handlungen, Gedanken, Normen, Gesetze, etc. formt. Andererseits ist es natürlich auch eine gewaltvolle Ideologie: Fleisch kann nicht ohne Töten hergestellt werden. Dominante und gewaltvolle Ideologien benutzen eine Kombination aus sozialen und psychologischen Verteidigungsmechanismen, die Menschen dazu veranlassen, an inhumanen Praktiken teilzuhaben, ohne vollständig zu realisieren, was sie tun. In anderen Worten: Karnismus lehrt uns, in bestimmten Situationen unser Mitgefühl auszuschalten, was wohl auch der Grund ist, warum Diskussionen zwischen vegetarisch/vegan lebenden Menschen und Karnist_innen oft aneinander vorbeilaufen sowie zu Frustrationen oder Streit führen. Um diese Situation zu verbessern, müssen wir also verstehen, um was für Verteidigungsmechanismen es sich handelt.Die drei Verteidigungsmechanismen des Karnismus
1. Verborgenheit
Die hinter dem Karnismus liegende Ideologie machen sich die meisten Menschen nicht bewusst. Die Ideologie konnte unter anderem deshalb so gut im Verborgenen bleiben, weil sie bislang keinen Namen hatte. Wenn wir für etwas kein Wort haben, können wir nur schwer darüber nachdenken, darüber sprechen, es in Frage stellen oder kritisch betrachten. Diese Verborgenheit sorgt auch dafür, dass Fleischessen eher als gegeben anstatt als eine Wahl betrachtet wird. Zu dieser Verborgenheit kommt hinzu, dass man die Opfer des Karnismus nicht sieht. Allein in den ersten drei Monaten des Jahres 2012 wurden laut einer Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes 20 Millionen Tonnen Fleisch in Deutschland produziert. Allein die Wortwahl zeigt bereits die Verborgenheit: Wir reden von Fleischproduktion und vermeiden es dabei meistens, von Tieren zu reden, über Individuen, vielleicht über »Lisa«. Wir erwähnen oft nicht die Anzahl der getöteten Tiere, sondern lieber die Summe ihres Gewichts. In Deutschland kommen auf 1000 Einwohner 180 Kühe, 329 Schweine und 1723 Hühner. Wie viele Tiere sehen Sie davon an einem Tag? Wie viele haben Sie bisher in Ihrem gesamten Leben gesehen? Andere Perspektive: Wie viele Menschen sehen Sie täglich, wenn Sie das Haus verlassen? Wenn Sie in einer Stadt wohnen oder in einem größeren Dorf, dann wohl eine ganze Menge. Und in Deutschland gibt es fast doppelt so viele »Nutztiere« wie Menschen. Wo sind also diese Tiere? Ihre Körperteile sehen wir praktisch überall, wo wir hingehen, sei es beim Einkaufen, im Restaurant, beim Essen oder an der Imbissbude um die Ecke. Wieso sehen wir diese Tiere (bis auf wenige Ausnahmen) niemals lebendig? Wir sehen sie nicht, weil wir sie nicht sehen sollen.2. Aufbau auf Mythen
Wenn die Verborgenheit schwindet, zum Beispiel in Diskussionen zwischen karnistischen und vegetarischen/veganen Menschen oder durch Medienberichte, benötigt das System eine zusätzliche Sicherung: Wir lernen Karnismus zu rechtfertigen, indem wir die Mythen des Fleischkonsums als Fakten betrachten. Diese Mythen äußern sich in einer Vielzahl von Argumenten, die – wie Melanie Joy es beschreibt – allesamt auf die drei Ns der Rechtfertigung reduzierbar sind: Fleisch essen sei normal, natürlich, notwendig. Sehen wir uns diese drei Ns des Karnismus einmal genauer an:»Fleischessen ist normal«
Was wir als normal bezeichnen, ist im Grunde nichts anderes als die Überzeugungen und Verhaltensweisen der dominierenden Kultur in einer Gesellschaft. Die karnistischen Normen sind so tief in unserer Gesellschaft verwurzelt, dass wir kaum etwas anderes als »normal« empfinden können. Stellen Sie sich wieder die Szene vor, bei der Sie bei Freunden eingeladen sind und der Gastgeber Ihnen gerade erzählte, dass Sie Golden Retriever essen und Sie das aber nicht möchten. Er sagt Ihnen: »Du musst dich nicht schlecht fühlen, der Hund hatte ein schönes Leben. Er konnte frei herumlaufen und spielen und konnte Freundschaften zu anderen Hunden aufbauen, bevor er mit sechs Monaten getötet wurde.« Würde Ihnen dies das Essen des Golden Retrievers erleichtern? Karnismus ist so tief verwurzelt, dass es uns nicht gewahr wird, dass »tiergerecht produziertes Fleisch« eigentlich ein kompletter Widerspruch ist, ein Mythos, um uns an gewaltvollen Praktiken teilhaben zu lassen, die wir eigentlich niemals unterstützen würden.
»Fleischessen ist natürlich«
Um das Fleischessen als natürlich darzustellen, bedienen wir uns mehrerer willkürlich zusammengesuchter Argumente: Unsere Vorfahren haben Fleisch gegessen, andere Tiere essen auch Fleisch und so weiter. Argumente, die für die Unnatürlichkeit unseres Fleischessens sprechen, werden ausgeblendet: Unsere im Tierreich nächsten Verwandten essen praktisch kein Fleisch, nur rohes inkl. der Gedärme kann als natürlich bezeichnet werden (etc.). Dabei wird außerdem ausgeblendet, dass wir die meisten anderen »natürlichen« Lebensweisen erfolgreich und gerne hinter uns gelassen haben: Wir leben nicht mehr in Höhlen, fahren mit Autos und haben in Supermärkten die Möglichkeit, alle essentiellen Nährstoffe über rein pflanzliche Lebensmittel zu uns zu nehmen, was bei der richtigen Auswahl zu gesundheitlichen Vorteilen führt. Auch anderen »natürlichen« Phänomenen wie Mord und Vergewaltigung versuchen wir Einhalt zu gebieten und lassen das Argument, dass unsere Vorfahren auch gemordet haben, nicht gelten.
»Fleischessen ist notwendig«
Auch hier bezeichnen wir wiederum nur das als notwendig, was nötig ist, um die dominierende Kultur, den karnistischen Status quo am Leben zu erhalten. Ist das milliardenfache Töten empfindsamer Individuen (»Nutztiere«) wirklich notwendig? Der damit verbundene Mythos ist natürlich der Protein-Mythos, doch wussten Sie, dass der stärkste Mann Deutschlands, Patrik Baboumian, Veganer ist? So notwendig scheint das Essen von tierlichen Produkten also nicht zu sein.
3. Wahrnehmungsverzerrung
Der letzte karnistische Verteidigungsmechanismus ist die Verzerrung der Wahrnehmung. Zum Beispiel lernen wir, manche nichtmenschliche Tiere eher als Objekte anstatt als Individuen zu sehen. Wenn wir Hähnchen essen, essen wir etwas und nicht jemanden. Wir lernen auch, »Nutztiere« als Abstraktionen wahrzunehmen, denen es an jeglicher Individualität oder Persönlichkeit mangelt. Doch das Gegenteil ist der Fall: Wie Hunde und Katzen haben auch Schweine und Hühner individuelle Vorlieben und Charaktereigenschaften. Schlussendlich lehrt uns Karnismus auch, Tiere in willkürliche Kategorien einzuordnen, gegenüber denen wir sehr unterschiedliche Gefühle und Verhaltensweisen ausüben können: »Hunde sind Haustiere und somit niedlich. Schweine sind Nutztiere und deswegen nicht niedlich. Hunde sind zum Streicheln da und Schweine zum Essen. Folglich ist Hundefleisch auch ekelhaft und Schweinefleisch lecker.«Karnismus lehrt uns also nicht nur gewaltvollen Handlungen nachzugehen, ohne dass wir es merken, sondern uns selbst auch noch darin zu bestätigen. »Schließlich sind es ja nur Tiere.« Es ist die karnistische Mentalität, die uns dazu veranlasst, komplette Kontrolle über Leben und Tod von Individuen mit weniger Macht auszuüben, nur weil wir es können. Tiere zu essen ist nicht einfach nur eine Sache persönlicher Ethik, es ist das unausweichliche Resultat einer tief verwurzelten, unterdrückenden Ideologie.
Quelle: http://albert-schweitzer-stiftung.de/aktuell/karnismus-die-psychologie-des-fleischkonsums?gclid=CLzmtYLZs7gCFWXKtAodXlcA8Q
Herzlichst
Irmgard Bronder
MentalPraxis KraftQuelle Selbst
www.die-gedankenenergie.de
![]() |
Abonnieren
Posts (Atom)
