Montag, 22. April 2013

Soja - gesund oder schädlich???


Heute möchte ich mal wieder kurz auf das Thema „Ernährung“ – insbesondere auf Soja eingehen. Immer mal wieder werde ich angesprochen „man habe gehört/gelesen, daß Soja als Alternative zu Fleisch gesundheitsschädlich sei …“
Im Internet kursieren abenteuerliche Informationen - selbst Schriftstücke in welchem Soja als eine Gefahr für die Menschheit dargestellt wird, sind zu finden...
Zum einen wird sich wohl kaum jemand, der sich aus gesundheitlichen und ethischen Gründen für eine vegane oder zumindest vegetarische Ernährung  entscheidet, ausschließlich aus Sojaprodukten ernähren.
Sojaprodukte aus Billigmärkten mögen u. U. durch Zusatzstoffe – wie sie im übrigen wohl in allen Produkten aus Billigmärkten enthalten sind, aus genmanipuliertem Soja hergestellt sein. Und auf genmanipulierte Produkte und Zusatzstoffe kann man wahrlich verzichten. Wenn man sich damit ein wenig beschäftigt, findet man durchaus Anbieter ohne Gensoja und findet auch Anbieter, welche ihr Soja nicht aus Ex-Regenwaldflächen beziehen.
Abgesehen davon landet Soja auf Umwegen energie- und Co2-intensiv über Tierfutter und Fleisch auf dem Teller – denn Soja dient als Futterpflanze für Tiere – hierfür wird nicht nur immer mehr Regenwald gerodet, sondern auch gentechnisch verändertes Saatgut benutzt, Pestizide inklusive. 

Unumstritten liefern Soja bzw. Tofu hochwertiges Eiweiß, Ballaststoffe, ungesättigte Fettsäuren und sekundäre Pflanzenstoffe. Selbst die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt inzwischen tierische Fette zu reduzieren und pflanzliche Fette wegen der ungesättigten Fettsäuren zu bevorzugen. Wäre die DGE eine völlig unabhängige und neutrale Institution, so würde sie vielleicht inzwischen auch Klartext reden:  Daß man auf den Genuß von tierischem Eiweiß aus gesundheitlichen Gründen gänzlich verzichten sollte. 

Fazit: Wenn man in sich hineinlauscht und die leise Stimme der Seele, des Herzens  wahrnimmt – in dem Bewußtsein, daß alles auf gewisse Art und Weise miteinander verbunden ist,  daß jeder Einzelne ein Teil des Ganzen ist, daß unsagbar schreckliche Zustände in Schlachthöfen herrschen, daß jedes Lebewesen (auch wenn es biologisch ernährt wurde) einen Überlebenstrieb hat, daß wir die Natur brauchen (auch wenn der Regenwald km-mäßig weit weg von uns ist), daß man selbst kaum dazu bereit wäre, ein Tier zu töten, um Teile dieses toten Tieres  anschließend in der Pfanne zu braten oder gar zerkleinert mit Gewürzen in den tiereigenen Darm stecken würde, um es als sogenannte Wurst zu essen ... Dann kann man völlig unabhängig von der inzwischen bekannt gesundheitsschädlichen Wirkung  von tierischem Eiweiß auf unseren Körper doch nur zu einem Resultat kommen: Sich für eine gesundheitsbewußte und tierleidfreie Ernährung zu entscheiden.

Herzlichst
Irmgard Bronder

MentalPraxis KraftQuelle Selbst

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