Wenn es um vegetarische Ernährung geht, werde ich immer wieder gefragt: "Wie decke ich dann meinen Eiweißbedarf?". Daher möchte ich heute hier kurz auf dieses Thema eingehen: Anfang des 20. Jahrhunderts waren Ernährungswissenschaftler der Ansicht, pflanzliches Eiweiß sei grundsätzlich von geringerer Qualität als tierisches und wäre daher nicht ausreichend zur Deckung des tägliches Bedarfs. Dies hat sich später als falsch herausgestellt - jedoch ist diese Ansicht immer noch sehr hartnäckig im Bewusstsein der Menschen verankert. (Die Industrie/Werbung/Medien haben hier "ganze Arbeit" geleistet.) Inwischen ist bewiesen, dass es Vegetariern bei abwechslungsreicher Kost an nichts mangelt und sie somit auch weniger mit Zivilisationskrankheiten belastet sind. Gemüse, Nüsse und Getreide enthalten ausreichend Eiweiß für den Zellaufbau. Bohnen, Erbsen, Linsen und Nüsse sind besonders reichhaltige Eiweißquellen. Hinzu kommt: Dieses pflanzliche Eiweiß ist deutlich besser für den Körper aufnehmbar (bioverfügbar). Nun könnte man noch zur Ansicht gelangen, Vegetarier nehmen erster Linie Körner zu sich: Die Vielfalt vegetarischer und auch veganer Küche ist so vielfältig, dass auch dies ein Mythos ist. Man muss sich mit dieser Küche nur ein wenig beschäftigen und man wird staunen, welch' leckere Gerichte man zubereiten kann. Übrigens: Die Vielfalt der vegetarischen und veganen Küche spiegelt sich in den immer mehr auf den Markt kommenden Koch- und Gesundheitsbüchern wieder. Und bereits in vielen Supermärkten findet man inzwischen eine Abteilung mit vegetarischer Kost. Der Trend in eine andere Richtung ist also deutlich erkennbar...
Herzlichst
Irmgard Bronder
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