Samstag, 19. Januar 2013

Naturmedizin aktuell

Vor ein paar Tagen erreichte mich ein Newsletter von Naturmedizin aktuell. Unter der Überschrift "Traditionelles Heilwissen für Sie neu entdeckt" war dann zu lesen: "Hühnersuppe kann Erkältungsviren vertreiben" inkl. einem Rezept für diese Suppe. Ich hab mir dies kopfschüttelnd durchgelesen - klickte schließlich auf den Link "Beitrag kommentieren" und konnte dann dort auch noch nachlesen, daß in dem in der Mail angegebenen Rezept etwas Entscheidendes fehle: Die Hühnerfüße!!! Normalerweise reagiere ich überhaupt nicht auf solche Mails - der Hinweis zu den Hühnerfüßen hat mich dann doch re-agieren lassen und ich war verwundert, dass mein Kommentar sogar veröffentlicht wurde. Ein Herr Dr. Häußler hat mir schließlich auch netterweise geantwortet und ich möchte Euch heute an diesem kleinen Schriftverkehr teilhaben lassen. Vorab noch: Naturmedizin aktuell gibt dennoch auch sehr sehr nützliche Hinweise!

Kommentar von Irmgard Bronder (15.01. 2013 12:53 Uhr):
Unter Naturmedizin verstehe ich in erster Linie im Einklang mit der Natur zu sein - da wir alle ein Teil der Natur sind. FAZIT: Man tötet keine Tiere, um deren Leichen aufzuessen. Gibt uns die Natur da nicht eine Vielzahl von natürlichen, alternativen und ethisch vertretbaren Mitteln???

Antwort von Dr Hans Häußler (16.01. 2013 11:36 Uhr):
Hallo Frau Bronder, ich stimme Ihnen da voll zu. Aber eine Religion sollte man aus dieser sicherlich sehr edlen Einstellung auch nicht machen. Denn, was machen Sie denn, wenn Sie nichts anderes haben? Die Menschheit als Spezies hat z. B. die pleistozänen Vereisungszeiten (die letzte, die Würmeiszeit, endete vor ca. 8000 bis 11000 Jahren, je nach Örtlichkeit) nur deshalb überlebt, weil sie sich auf die karnivore Ernährungsweise umgestellt hat. Das war für unsere damaligen Artgenossen sicherlich nicht einfach, da völlig ungewohnt nach den paradisischen Verhältnissen im warmen Pliozän, aber überlebenswichtig! (Und bedenken Sie bitte auch, daß die damalige Klimaabkühlung durch die kosmischen Impakte sehr spontan vor sich gegangen sein muß!). Ich kann mich noch an die Endvierzigerjahre zurückerinnern: Im Herbst gab es Äpfel, Birnen, Zwetschgen, Mirabellen. Das war es so ziemlich. Orangen, Bananen etc. waren völlig unbekannt. Meine Mutter hat für den Winter eingeweckt, soweit mein Vater Zucker dafür hat auftreiben können. Äpfel und Birnen wurden im Keller auf Holzrosten eingelagert., ebenso Kartoffel, Eier in gelöschtem Kalk, und Sauerkraut gemacht, das wir Kleinen immer aus dem Keller holen mußten. Im Februar bereits sahen wir dort, daß die Äpfel auf den Holzrosten total verschrumpelt waren ... und viele faul; und aus den Kartoffeln lange Triebe herausgewachsen sind, die sich alle zum kleinen Kellerfenster wuchsen. Wir Kleinen waren mager wie KZ-Kinder, jede Rippe konnte man zählen, waren im Frühjahr immer unvorstellbar müde und bekamen so ziemlich alle Kinderkrankheiten, die man sich vorstellen konnte meist mit sehr schweren Verläufen. Meine ersten Schneeschuhe waren aus Pappkarton, schauten aus wie Leder, waren aber keines und haben sich dann im nassen Schnee aufgelöst. So gefroren wie damals habe ich später mein ganzes Leben nie mehr, weil unsere Kleidung hauptsächlich aus Zellstoff war. Wolle war teuer und rar. Glauben Sie mir, wenn wir das Übrige, was wir damals auf den Tisch bekamen, verweigert hätten, weil es tierischen Ursprungs war, wären wir sehr wahrscheinlich an Unterernährung gestorben. Wer garantiert Ihnen denn, daß so eine Zeit nicht wieder kommt? Gerade heute, wo die Möglichkeit der lokalen Versorgung fast völlig verschwunden ist, alles per Lkw oft von weit her angeliefert werden muß, ist eine bereits durch geringste Störungen, z. B. der Treibstoffversorgung, ein Zusammenbruch der Lebensmittelversorgung viel totaler als es nach dem 2. Weltkrieg der Fall war. Deshalb rate ich Ihnen dringend, das Essen von Fleisch zwar zu minimalisieren aber nie ganz aufzugeben. Dazu kommt das Risiko einer Unterversorgung mit Vitamin B12 (das vor allem im Fleisch vorhanden ist), die Sie erst nach 10 bis 20 Jahren bemerken mit all den damit verbundenen Ausfallerscheinungen wie Osteoporose etc.. Man benötigt Jahre langfristige B12-Mängel wieder auszugleichen, falls man überhaupt herausfindet, was die Ursache ist.

Selbstverständlich habe ich mich bei Herrn Dr. Häußler für seinen netten Hinweis bedankt:
 
Antwort von Irmgard Bronder (17.01. 2013 17:08 Uhr):
Hallo Herr Dr. Häußler, herzlichen Dank für Ihren Kommentar - zunächst war ich erstaunt, dass Naturmedizin meinen Kommentar überhaupt veröffentlichte - Hut ab! Ich darf mir erlauben, hier noch ein paar Gedanken dazu zu äußern: Zum einen mache ich keine Religion aus meiner Einstellung - es ist eben lediglich meine Einstellung. Zum anderen sind wir im heutigen Zeitalter in unserer Zivilisation nicht mehr in der Situation, nichts anderes zum Essen zu haben. Die Zeiten des Hungers - so wie Sie diese noch erlebt haben, waren sicherlich sehr sehr schwere Zeiten, an die man sich nicht gerne zurück erinnert. Danke auch für Ihren Rat, das Essen von Fleisch zu minimalisieren und nie ganz aufzugeben... Wissenschaftliche Studien belegen inzwischen ganz klar und deutlich, dass tierisches Eiweiß für unsere heutigen Zivilisationskrankheiten wie Osteoporose, Diabetes, Bluthochdruck, Arthrose usw. usw. verantwortlich ist. Falls Sie sich hier auf dem neuesten Stand informieren möchten: Der Doku-Film "Gabel statt Skalpell" informiert auf wissenschaftlicher Grundlage über die schädlichen Einflüsse von tierischem Eiweiß auf uns. Mit anderen Worten: Man sollte nicht nur auf Fleisch sondern auch auf tierisches Eiweiß der Gesundheit zu Liebe verzichten - und auf pflanzliche und genügend vorhandene Eiweißquellen zurückgreifen. Ich wünsche Ihnen alles erdenklich Gute. Beste Grüße Irmgard Bronder

Und hier für alle gesundheitsinteressierten Leser und Leserinnen der Link zum Trailer von Gabel statt Skalpell. Der Film kostet 14.99 € und ist diese kleine Investition auf jeden Fall wert
Veröffentlicht am 17.07.2012
Der Doku-Bestseller aus den USA - jetzt endlich auch in Deutschland erhältlich!
Wenn wir alle wüssten, was die Wissenschaft schon lange weiß, würden wir vermutlich unseren Speiseplan sofort umstellen... Der renommierte Biochemiker Prof. Dr. T. Colin Campbell leitete in den 1970 und 1980er Jahren die sogenannte China Study, die vermutlich umfassendste Studie, in der ein unmittelbarer Zusammenhang zwischen dem Verzehr von tierischen Produkten und dem Auftreten von Krankheiten wie Krebs, Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Autoimmunerkrankungen wie Multiple Sklerose und Rheuma beim Menschen nachgewiesen werden konnte. Beteiligt waren hierbei zwei westliche Universitäten sowie die Chinesische Akademie für Präventivmedizin.


Herzlichst
Irmgard Bronder
MentalPraxis KraftQuelle Selbst

www.die-gedankenenergie.de

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