Samstag, 11. Juli 2015
Die Wunden der Seele heilen
Überwiegend ist es uns nicht bewusst, was genau uns blockiert, was Emotionen wie beispielsweise Ängste in uns hochkommen lassen. Die Ursache liegt meistens in der Kinderstube begraben. Auch als jetzt erwachsene Person wirken die emotionalen Wunden, welche wir in der Kinderstube in unserem Umfeld erlitten haben. Diese Wunden sind so lange offen, bis man dazu bereit ist, sie sich anzuschauen und zu heilen.
Was uns nun oft lange daran hindert, diese Emotionen anzuschauen, sind Ängste. Ängste davor, das mit den Erfahrungen aus der Kinderstube verbundene Leid noch einmal erleben zu müssen.
Mit an erster Stelle steht oft die Angst, verlassen zu werden. Es ist sicherlich sehr sehr schmerzhaft für ein Kind, wenn es allein gelassen wird und Gefühle aufkommen, dass es verlassen wurde. Als erwachsene Frau bzw. als erwachsener Mann kann sich dies dann dadurch bemerkbar machen, dass man eine „Schutzmauer“ um sich aufgebaut hat. Äußerlich gesehen, kann sich dies durch Übergewicht bemerkbar machen. Im Hinblick auf sein Verhalten ist man dazu geneigt, sich vorschnell beispielsweise vom Partner zu trennen. Einfach weil man unbewusst vermeiden möchte, dass man verlassen wird. Man hat Angst vor dem Alleinsein – manchesmal äußert sich diese Wunde aus der Kindheit auch damit, dass man überhaupt Ängste entwickelt hat, abgelehnt und zurückgewiesen zu werden. Oftmals fehlt es einem im ErwachsenenDasein dann auch an einem gesunden Selbstwertgefühl. Gefühle, dass man es nicht verdient hat, geliebt und anerkannt zu werden, sind ebenfalls Begleiterscheinungen.
Haben wir als Kind sehr oft gehört, dass wir ungeschickt, schlecht oder lästig sind, so hat dies sicherlich auch nicht zur Entwicklung eines gesunden Selbstwertgefühles beigetragen, denn wir fühlten uns gedemütigt.
Betrogen und verraten fühlten wir uns als Kind, wenn die Eltern oder auch Großeltern Versprechen nicht eingehalten haben. So haben wir Vertrauensängste aufgebaut. Eine Konsequenz daraus kann sein, dass wir mit einem grundsätzlichen Misstrauen unterwegs sind, alles ganz ganz viel hinterfragen, alles genauestens planen wollen, um möglichst nichts dem Zufall zu überlassen. Oder wir haben als Erwachsene den Drang, alles – auch die Mitmenschen und den Partner – in gewissem Maße kontrollieren zu wollen. Damit wollen wir uns dann unbewusst vor Betrug schützen.
Und sicherlich gab es auch so einige Situationen in welchen wir uns als Kind ungerecht behandelt fühlten, uns ohnmächtig fühlten und allein schon aufgrund unserer geringeren äußeren Größe gegenüber dem Umfeld keine Chanche hatten, ernst genommen zu werden.
Was kannst Du nun tun, wenn Du Dich in einem (oder vielleicht auch mehreren) Bereichen der vorgeschriebenen Beispiele wieder gefunden hast?
Der allererste Schritt ist zu erkennen, dass es da noch Verletzungen aus der Kindheit gibt. Im weiteren geht es nun darum, diese Verletzungen anzunehmen, die Gefühle und Emotionen die damit einhergehen anzunehmen, erst mal zu akzeptieren und bejahend zu fühlen. Gefühle wollen gefühlt werden. Mit einem bejahenden Fühlen können wir diesen dann auch erlauben, unseren Körper zu verlassen und uns so von diesen belastenden Themen befreien und damit eben auch Heilung erfahren.
Herzlichst
Irmgard Bronder
Mental- und GesundheitsPraxis KraftQuelle Selbst
www.die-gedankenenergie.de
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